ÜBER YOGA
Yoga ist eine uralte Praxis, die Körper, Geist und Seele verbindet. Mit seinen Wurzeln in Indien lässt sich das Wort „Yoga“ als „verbinden“ oder „vereinen“ übersetzen. In unseren Yogastunden geht es darum, Balance zu schaffen, indem die körperlichen, mentalen und spirituellen Aspekte des Lebens in Einklang gebracht werden. Durch die Praxis möchten wir Geist und Seele mit dem physischen Körper harmonisieren und Yoga als festen Bestandteil in den Alltag integrieren.
ASANA
Asana lässt sich mit „Sitzen“ übersetzen – genauer bedeutet „Asanam“ Haltung oder Sitzhaltung. Wir üben die verschiedenen Asanas (Körperhaltungen), damit wir in der Meditation (Dhyana) aufrecht sitzen können. Unser Ziel ist es, einen kraftvollen und zugleich bequemen Sitz zu finden, in dem wir über längere Zeit verweilen können. Deshalb praktizieren wir alle Asanas – stabil und zugleich leicht. Natürlich gelingt das nicht schon in der allerersten Yogastunde. Durch Bewegungsmangel oder eine ungünstige Haltung wird unser Körper mit der Zeit steif, und aufrechtes Sitzen fällt uns schwer. Darum üben wir Yoga auf der Matte, wirken dem entgegen und machen den Körper wieder geschmeidiger.
PRANAYAMA
Pranayama bezeichnet die Atemübungen, die wir im Yoga praktizieren. Das Wort setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Prana, die Lebensenergie, und Ayama, die Ausdehnung. Durch den Atem wird diese Lebensenergie im Körper erweitert und verteilt. Es gibt Atemtechniken, die unseren Körper wecken und aktivieren, andere, die uns fokussieren und zentrieren, und wiederum solche, die beruhigen und ausgleichen.
In unserem Körper sind die Lungen die Verbindung zwischen Innen- und Aussenwelt. Beim Einatmen wird Sauerstoff in den Blutkreislauf aufgenommen, beim Ausatmen Kohlendioxid aus dem Körper ausgeschieden. Das Zwerchfell und die Zwischenrippenmuskulatur ermöglichen es den Lungen, sich beim Ein- und Ausatmen auszudehnen. Seitliche Dehnungen strecken die Hilfsmuskulatur zwischen den Rippenbögen, und spezielle Atemtechniken regen das Zwerchfell an. Beides unterstützt die Atmung und die Funktion der Atemhilfsmuskulatur.
DHYANA
Dhyana ist der Sanskrit-Begriff für Meditation. Der Fokus wird gesammelt und auf einen Punkt oder einen Ort gerichtet, damit der Geist zur Ruhe kommen kann. Meditation bedeutet, sich mit dem „Jetzt“ zu verbinden – mit dem gegenwärtigen Moment. Dafür kannst du dich zum Beispiel auf deinen Atem konzentrieren oder die Geräusche um dich herum wahrnehmen, ohne sie zu bewerten. Weitere Möglichkeiten sind das Rezitieren eines Mantras oder die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich deines Körpers zu lenken.
Für mich bedeutet Meditation Stille – oder einen achtsamen Umgang mit meinem „Monkey Mind“. Es gibt Momente, in denen ich in diese Stille oder in eine (im sehr positiven Sinne) empfundene Leere eintauchen kann, in der ich tagelang verweilen könnte. Gleichzeitig gibt es Tage, an denen Ablenkungen von innen und aussen zu stark sind und ich eine Meditation abbrechen muss. Meditation gelingt mir nicht immer gleich gut – und genau das lehrt mich, jede Meditation und jeden Moment so anzunehmen, wie er ist. Beständigkeit ist dabei wichtiger als Perfektion. Es braucht viel Wiederholung und Geduld, bis sich etwas nachhaltig entwickeln kann.
YOGA NIDRA
Yoga Nidra, übersetzt als „yogischer Schlaf“, ist eine uralte Praxis, die ich sehr gerne als Yogalehrerin weitergebe. In dieser Praxis tauchst du in einen Zustand tiefer, bewusster Entspannung ein. Es ist eine systematische Methode, die darauf abzielt, das Bewusstsein von der äusseren Welt nach innen zu lenken. Anders als bei Asanas, Atemübungen oder Meditation geht es im Yoga Nidra darum, einen Zustand zwischen Schlaf und Meditation zu erreichen. Mein Ziel als Yogalehrerin ist es, durch Yoga Nidra den Zugang zu tieferen Bewusstseinsebenen zu ermöglichen. Erlebe die heilsame Kraft von Yoga Nidra und drücke unten auf den Play-Button.
Yoga Nidra wird in der Haltung Shavasana ausgeführt. Lege dich dafür auf den Rücken auf den Boden. Deine Beine sind hüftbreit oder etwas weiter geöffnet, die Arme liegen entspannt neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben. Dein Kopf ruht locker auf dem Boden. Wenn der Boden zu hart ist, kannst du ein kleines Kissen unter den Kopf legen. Falls dir kalt ist, decke dich mit einer Decke zu. Wichtig ist, dass du bequeme Kleidung trägst, die dich nicht einengt.
VINYASA
Vinyasa Flow ist ein dynamischer Yogastil, der Bewegung und Atem in einer fliessenden Abfolge miteinander verbindet. Jeder Ein- und Ausatem führt dich sanft von einer Haltung in die nächste und schafft einen Rhythmus, der zugleich erdet und befreit. Es ist eine Praxis der Präsenz – in der Kraft auf Sanftheit trifft und Anstrengung mit Leichtigkeit verschmilzt. Im Vinyasa gleicht keine Stunde der anderen; jeder Flow wird zu einem einzigartigen Ausdruck von Energie, Emotion und Intention. Mit der Zeit stärkt diese Praxis nicht nur den Körper, sondern beruhigt auch den Geist und öffnet das Herz.
YIN
Yin Yoga ist eine Praxis der Stille und des Loslassens. Jede Haltung wird mehrere Minuten gehalten, sodass der Atem den Körper sanft entspannen und tief in das Bindegewebe und die Faszien wirken kann. In diesem ruhigen Raum löst sich Spannung nach und nach, und ein Gefühl tiefer Entspannung und Ruhe entsteht. Yin lehrt Geduld, Präsenz und die Schönheit des Verlangsamens – und erinnert daran, dass Sanftheit ebenso kraftvoll sein kann wie Stärke und dass wahre Balance im Raum zwischen Anstrengung und Leichtigkeit entsteht.

